Das Gärtnern kann beginnen. Die große Saisoneröffnung am 05.05.2016 war wunderbar, aufschlussreich und vor allem ein genial sonniger Tag. Das Team von meine-ernte.de hat alles perfekt vorbereitet, eine tolle Ansprache gehalten, viele Tipps gegeben und das obligatorische rote Eröffnungsband durchschnitten. Jetzt steht dem Gemüseanbau (fast) nichts mehr im Weg.

Der ganze Acker wurde von Bauer Klaus und seinem Team fantastisch aufbereitet und vorgesät für die ahnungslosen Städter.

Mit Saatgut und Spaten geht es ans Werk.

Das Fleischwolf-Team legt los.

Julia, Inga und ich stürzen uns ins Vergnügen.

Fleischwilf-Team

Ich will natürlich niemandem unterstellen, der sich solch einen Acker mietet, dass er keine Ahnung von Gemüseanbau hat – nur bei mir ist das definitiv der Fall. Schon beim ersten Auflockern des Bodens bekam ich von Inga zu hören: “Man sieht, dass du sowas noch nie gemacht hast.” Aber ich denke mir: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und schon gar nicht auf einen Acker. Also nehme ich das als Ansporn, um meinen Daumen grün zu züchten und bald das erste Gemüse zu ernten.

Feldarbeit

Es wurden über 25 verschiedene Gemüsesorten vorgesät, wie z.b. Kartoffeln, Sellerie, Salate, Zwiebeln, Kresse, Kürbis, Karotten, Brokkoli und Erbsen. Ein Teilbereich steht zur freien Verfügung und die Neubauern können hier nach Lust und Laune ihr eigenes Saatgut streuen. Das haben wir natürlich gleich gemacht und wählten Gewürzfenchel & Thai-Basilikum aus. Ich glaube, es werden unendliche Massen dieser Basilikum-Art wuchern, denn wir haben absolut nicht gespart bei der Aussaat. Jetzt muss das leckere Gewürz nur noch gedeihen – und jeder, der in den nächsten 3-4 Monaten Geburtstag hat, wird reich beschenkt mit einem Töpfchen Thai-Basilikum. Puhhh – dann ist das Problem auch schon mal gelöst.

Spass bei der Feldarbeit

Ich sehe schon, der Acker wird zum Ausflugsort Nummer 1 mutieren und die Häschen machen sich an die Möhrchen ran.

2 Tage später, es juckt mir in den Fingern. Also los  – zum Acker. Herrlich. Ich habe alles ausgiebig gegossen und weiteres Gemüse gesät: Knollenfenchel und Peperoni. Tolle gelbe Schildchen aus dem Baumarkt besorgt, diese fein säuberlich beschriftet und so platziert, dass jeder sieht was da (irgendwann vielleicht mal) wachsen soll. Yeah.

Es wurde übrigens ziemlich laut gemunkelt, dass man Schutznetze braucht, um das Gemüse vor Fressfeinden zu schützen. Schutznetze. Das Problem ist: ich habe gar keine Netze. Hilfe, Panik bricht aus. Ich brauche dringend Schutznetze. Neeetzeee. Der Baumarkt hatte sowas nicht – und der freundliche Gartenabteilungsmitarbeiter wollte mir Fliegennetze fürs Fenster andrehen?! Und ich, das planlose Stadtkind, habe ihm natürlich nicht geglaubt. Also keine Netze für den Fleischwolf. Ich habe überraschenderweise jetzt schon leichten Angstschweiß, dass die Hasen, die Karotten futtern und die Tauben, das neue Saatgut wegpicken. Hilfe. Schnappatmung (…) – ich glaube es wird Zeit für eine beruhigende Meditation: “Einatmen, Ausatmen. Alles ist gut. Andere haben auch keine Schutznetze. Einatmen und ausaaaatmeeeeeeeeeeeen. Alles gut.”

Auf dem Feld relaxen

Auch ohne Netz, bin ich jetzt schon ein riesen Fan. Ich kann viel neues lernen, mit den Händen arbeiten, habe einen entzückenden Rückzugsort, um in der Natur zu entspannen und wenn alles nach Plan läuft, bald einen vollen Kühlschrank mit gesunden Leckereien. Die Freude ist groß und es ist ein besonderes Abenteuer für mich.

Der Fleischwolf wünscht einen guten Appetit!