Da lag er nun, dieser dicke Brummer – und machte mir schon seit geraumer Zeit ein schlechtes Gewissen. Leuchtend-orange und riesengroß blickete er mich täglich an und schrie förmlich: Iss mich, endlich! Bitte, erlöse mich …
Herr Hokkaido lebte mittlerweile seit 2 Wochen auf meinem Küchenregal: ist ja auch wieder Kürbiszeit, deswegen hab ich ihn mitgenommen. Nur leider küsste mich die Muse nicht wirklich, um aus ihm ein bezauberndes Mahl zu basteln. Mein Gewissen und der ziemlich große Widerwille, Lebensmittel wegzuschmeißen, schleiften mich schlußendlich doch noch in die Küche! Und mein Großprojekt: Bösen Weizen aus meinem Speiseplan zu streichen! – verleitete mich zu dieser kriminell-leckeren Schlemmerei:

Vegane Hokkaidokürbis-Karotten-Soße, Cashewkerne und Kokosmilch auf Zucchini-Spaghetti mit Kokosflöckchen.

Ohne Worte *sabber*

Rezept

Herr Hokkaido trifft Madame Courgettes (2 Portionen)

Fleischwolf schneidet Hokkaido-Kürbis

Was du brauchst:

  • 1 Hokkaidokürbis
  • 2 Zucchini
  • 3 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Dose Kokosmilch
  • 2 handvoll Cashewkerne
  • Olivenöl oder Kokosfett
  • Kokosflocken
  • Optional: Ingwer (Wer’s scharf mag!)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Curry
  • Kurkuma
  • Muskat
  • Koriander
  • Wasser
  • Stabmixer
  • Spiralschneider (Lurch)
  • Gemüseschäler
Hokkaido-Karotten-Soße mit gefrorenen Kokosmilch-Eiswürfel.

Hokkaido-Karotten-Soße mit gefrorenen Kokosmilch-Eiswürfel.

Was du machen solltest:

  1. Hokkaidokürbis waschen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. (Hokkaido muss man nicht schälen! Kann man aber, wenn man möchte!)
  2. Als spätere Soßeneinlage ca. 2-3 handvoll Kürbisstückchen beiseite legen. (Diese Stücke habe ich allerdings geschält!)
  3. Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und 2 Karotten grob schneiden.
  4. Die 3. Karotte dient ebenfalls als spätere Soßeneinlage.
  5. Öl in einem Topf erhitzen: Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Karotten und Kürbis gut anbraten.
  6. Curry und Kurkuma im Topf mit anbraten.
  7. Wenn das Gemüse schön kross ist, mit Wasser ablöschen.
  8. Nun die halbe Dose Kokosmilch mit rein (oder bereits eingefrorene Kokosmilch-Eiswürfel!)
  9. Den Knoblauch in den Sud drücken (mit einer Knobipresse).
  10. Eine handvoll Cashewkerne mit in den Topf werfen.
  11. Die “andere” handvoll Cashews in heißem Wasser (vor)aufweichen lassen.
  12. Das Kürbis-Karotten-Gemüse mit Salz, Pfeffer, Muskat und Koriander nach Geschmack würzen.
  13. Optional: Für die Schärfe, ein kleines Stück geschälten Ingwer mit in den Topf.
  14. Das ganze Gemüse sehr weich kochen lassen.
  15. Immer wenn das Wasser verkocht ist, wieder etwas nachschütten.
  16. Sobald das Gemüse butterweich ist mit dem Stabmixer zu Brei pürieren.
  17. Nun die voraufgeweichten Cashew in den Gemüsebrei geben.
  18. Die beiseite gelegten Kürbisstückchen in etwas heißen Wasser vorkochen und wenn sie noch leicht bissfest sind ebenfalls mit in den Soßen-Brei.
  19. Sößchen vor sich hinköcheln lassen.
  20. Nun die eine übrig gebliebene Karotte durch den Spiralschneider kurbeln und die feinen Karotten-Nüdelchen in die Kürbissoße werfen.
  21. Die 2 Zucchinis ebensfalls mit dem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten und kurze 2 Minütchen in heißem Wasser kochen.
  22. Nun ist es endlich soweit: die Zucchini-Spaghetti auf einen Teller hauen, Kürbis-Karotten-Soße drüber, mit 1-2 Cashewkernen dekorieren und mit Kokosflocken bestreuen.

…und nun Gabel und Löffel zücken und reinhauen.

Hokkaidokürbis-Karotten-Soße mit Zucchini-Spaghetti und Kokos und Cashewkerne

Die praktischen Tipps

1. Tipp: Zu viel Soße übrig? Dann einfach am nächsten Tag eine Suppe draus machen: Wasser oder Kokosmilch (oder beides!) in die Soße, nochmals aufkochen, nachwürzen und genießen.

2. Tipp: Solltest du keinen Spiralschneider haben um Gemüse-Nudeln herzustellen, kannst du auch einfach einen normalen Gemüseschäler (oder Julienneschneider) benutzen. Dauert zwar etwas länger, schmeckt aber mindestens genauso gut.

Der Fleischwolf wünscht einen guten Appetit!