Die Erntezeit ist das Lehrjahr unter den Neubauern. Oder wie sagt man auch so schön: aus Fehlern lernt man. Gemüseanbau ist gar nicht so easy, wenn man sowas von keine Ahnung hat. Vor allem wenn man überhaupt nicht weiß, wann etwas essfertig oder schon weit über den Erntezeitpunkt hinaus gewachsen ist. Aber genau das macht es auch so spannend.

Mit meine-ernte.de werde ich vielleicht doch noch zur kleinen Gemüse-Bäuerin.

Handschuhe an, Gartenschere in die Hosentasche und los geht es.

Ernten ist geiler als Kino.

Ich pflücke mal eine Runde.

Ernte Bohnen

Herrlich. Alles wächst und gedeiht. Und manches blüht auch schon (leider). Dank einer Ackernachbarin habe ich heute soviel über den Gemüseanbau gelernt, wie noch nie zu vor. Und um euch dieses Wissen nicht vorzuenthalten, kommen hier die wichtigsten Tipps und Infos, an die ich mich noch erinnern kann:

Zucchini mit Blüten

Lektion 1: Wenn etwas blüht, ist es definitv aus mit dem Ernten und Essen. Dann die Blütenpracht einfach mit den Augen genießen und sich daran erfreuen. Oooommmmmmm.

Lektion 2: Wenn Zucchini länger als der eigene Unterarm sind, ist es eventuell schon vorbei mit dem leckeren Gemüseauflauf. Dann gibt es entweder die Möglichkeit, gefüllte Zucchini zu zaubern oder es den Hühnern zu geben (sollte man rein zufällig welche halten!)

Lektion 3: Zwiebeln, dessen Grünzeug/Blättergedöns schon umgeknickt ist, kann man ernten. Yeah.

Lektion 4: Sieht ein Salatkopf wie ein Hochhaus aus, dann kann man ihn echt nur noch den Hasen geben.

Ackerarbeit

Nach der Ernte ist vor der Ernte.

Trotz einiger Versäumnisse und blühendem Gemüse gab es noch reichlich zu ernten. Ich habe mal ein paar Zwiebeln, einen Mini-Brokkoli, eine etwas kleinere Zucchini und 3 Handvoll Zuckererbsen geerntet für mein super-krasses Bio-Abendessen.

Natürlich habe ich noch fleißig Unkraut gejätet und gelernt, dass man das ausgerissene Grünzeug einfach liegen lassen kann, weil es ein tiptop Dünger ist. Nach dem jäten und ernten ist schwuppsdiwupps wieder Platz für Neues. Und zapzarap hau ich Salatsamen in die Erde. Gieße sie etwas an und knall mal vorsichtshalber ein Schutznetz drüber. Zichoriensalat soll es werden. Und ich weiß immer noch nicht, was das genau ist. Aber hey, ich lass mich mal wieder überraschen.

Salat mit Schutznetz

Eigentlich wollte ich nur kurz auf den Acker, um zu schauen, was da so los ist – und zack wurden es 2 Stunden. Wie ein kleiner Urlaub: man vergisst alles um sich herum und nur noch das Gemüse zählt. Für mich ist das Erholung pur. Man kann es auch Ernte-Meditation nennen oder Unkraut-Yoga. Einatmen, ausatmen, genießen und essen.

Der Fleischwolf wünscht einen guten Appetit!